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Hintergrundwissen

Die CranioSacrale Osteopathie

Seit ungefähr 20 Jahren erlebt die Osteopathie nach Still wieder eine Renaissance, u.a. eingeleitet durch die Craniosacrale-Therapie (J. Upledger) und die Weiterentwicklung der Craniosacralen Osteopathie (W.G. Sutherland, R. Becker, Viola Frymann, R. Fulfor, J. Jealous). Heute gibt es 3 Teilbereiche der ostheopathischen Medizin:
1. Die parietale Osteopathie (Bewegungsapparates)
2. Die viszerale Osteopathie (inneren Organe)
3. Die CranioSacrale Osteopathie (Rhythmus)

William Garner Sutherland (1873-1954) war direkter Schüler von Still, er entwickelte die CranioSacrale Osteopathie. Während seines Studiums entdeckte er, dass sich die Schädelknochen in stetiger Bewegung befinden. Der Rhythmus war langsamer als der des Blutes oder der Atmung. Die freie Beweglichkeit war verbunden mit dem Wohlbefinden, denn er konnte mit der Fixierung der Knochen bestimmte Beschwerden reproduzieren. Jeder Schädelknochen hat von seinen Nähten her eine definierte Bewegung, so wie alle Gelenkte. Eine Mobilisierung der Strukturen, die das Hirn und Rückenmark umschliessen, d.h. vor allem Knochen und Hirnhäute, ermöglicht
  1. eine bessere Eigenbewegung von Gehirn und Rückenmark und damit eine bessere Funktion
  2. eine optimale Blutzirkulation
  3. den freien Austritt von Spinal- und Hirnnerven und somit auch eine verbesserte Funktion der Sinnesorgane, der Hirn- und Spinalnerven und v.a. eine ausgeglichenere Funktion des vegetativen Nervensystems.
Der wichtigste Hintergrund für die CranioSacrale Osteopathie war also die Annahme, dass Hirn und Rückenmark eine rhythmische Eigenbewegung und die Flüssigkeiten darin - das Hirnwasser - rhythmisch, fluktuierende Bewegungen hat. Diese Wasserbewegung ist auch im ganzen Körper als fluktuierende unwillkürliche Bewegung wahrzunehmen.